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 Taìjíquán

(Tai Chi Chuan)

„Auf der ganzen Welt gibt es nichts Weicheres und Schwächeres als das Wasser. Doch in der Art, wie es dem Harten zusetzt, kommt nichts ihm gleich.
Es kann durch nichts verändert werden.
Dass Schwaches das Starke besiegt und Weiches das Harte, weiß jedermann auf Erden, aber niemand vermag danach zu handeln.“
Laozi (Dao De Jing – der Klassiker vom Dao und seiner Wirkkraft)

Zhang Sanfeng

Der legendäre Daoist und Einsiedler Zhang Sanfeng soll in der Erkenntnis dieses natürlichen Grundsatzes die „Innere Kampfkunst“ in den Wudang-Bergen entwickelt haben, nachdem er einen Kampf zwischen einer Schlange und einer Elster beobachtet haben soll. Die Schlange war in ihrer Nachgiebigkeit und Wendigkeit überlegen.
(Nein, kein Kranich…sowohl die alten Schriften als auch Abbildungen in den Wudangbergen zeigen eindeutig eine Elster – die leicht mit einem Winterkranich verwechselt werden kann. Es ist natürlich völlig in Ordnung, im Reich der Legendenbildung aus einer Elster einen Kranich zu machen…).

Das Taijiquan der Wudang-Berge, wie es von Meister Tian Liyang überliefert wird, besteht aus 64 Bewegungen (dem Yi Jing entsprechend) und wurde lange als Geheimtradition (Michuan) weitergegeben.
Das Wudang Michuan Taijiquan hat sich als höchstes Ziel gesetzt, dem daoistischen Prinzip der Weichheit und des entspannten Fließens zu entsprechen.
Körper, Geist und Qi sind verbunden zu einer kraftvollen Einheit. Tief verwurzelt und leicht schwebend bewegt man sich wie fließendes Wasser und ziehende Wolken.

„Taiji“ bedeutet „Das Höchste Äußerste“ und ist Ausdruck der daoistischen Philosophie. „Quan“ heißt soviel wie „Faust“ oder „Kampf“. Taijiquan ist demnach die höchste Form der Kampfkunst.

Interessantes zum Dao-Kaiser “Xuanwu”, auf den sich Zhang Sanfeng beruft, findet ihr unter der Kategorie “Tradition”.

 

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