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Xingyi Baguazhang

Baguazhang (die offene Hand der acht Trigramme) ist auf schamanische Kreistänze zurückzuführen.
Um ca. 1850 machte Dong Hai Chuan das Baguazhang als Kampfkunst berühmt.
Die Bagua-Form, die ich von Meister Tian Liyang gelernt habe, enthält viele Elemente aus dem Xingyiquan und wird daher auch als „Xingyi Bagua“ bezeichnet. Das Bagua hat seine Wurzeln im Daoismus und basiert auf den Prinzipien des „Yi Jing“ – dem „Buch der Wandlungen“ und der „8 Trigramme“.
Xingyi Bagua orientiert sich an dem Prinzip des steten Wandels und den Bewegungen der 8 Tiere: Schwalbe, Adler, Bär, Affe, Drache, Schlange, Tiger und Pferd.
Charakteristisch für das Bagua ist das stete Gehen auf einer Kreislinie sowie die zahlreichen Dreh- und Spiralbewegungen, die sehr geschmeidig und raumgreifend sind. Auch üben sich Bagua-Praktizierende darin, auf engem Raum beweglich zu bleiben und aus den elastischen Windungen heraus immer wieder Kraft zu entladen (Xingyi-Aspekt).
Xingyi Bagua ist ein selten unterrichtetes Kleinod unter den Bagua-Stilen.

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